Gefahrstoffzug Übung

So berichtete der Trierische Volksfreund über den Gefahrstoffzuges Bitburg-Prüm:

SICHERHEIT

Mit vereinten Kräften den Giftstoffen zu Leibe rücken Gefahrstoffzug des Kreises Bitburg-Prüm stellt seine Fähigkeiten bei einer Übung unter Beweis – Verschiedene Fahrzeuge mit unterschiedlichen Aufgaben

BITBURG. (red) Einer realitätsnahen Übung stellte sich der Gefahrstoffzug des Kreises Bitburg-Prüm. Diese Eingreiftruppe der Feuerwehr ist speziell für Unfälle mit Giften und Ähnlichem ausgerüstet. Alarm für den Gefahrstoffzug des Kreises Bitburg-Prüm: „Bei Umladearbeiten von Fässern mit einem Gabelstapler ist es im Bitburger Industriegebiet zu einem
folgenschweren Unfall gekommen, bei dem auch ein Fass mit einer gefährlichen Substanz leckgeschlagen ist. Ein Mensch ist
verletzt und muss gerettet werden.“ So lautete der Einsatzbefehl für den Gefahrstoffzug des Kreises Bitburg-Prüm bei einer
Übung. Was in der Öffentlichkeit kaum bekannt ist: Seit Jahren existiert diese Spezialeinheit, die sich ausschließlich aus
Feuerwehrmännern aus dem Kreis zusammensetzt und spezielle Fahrzeuge im Notfall besetzt, die kreisweit bei verschiedenen
Wehren bereitstehen.
Einmal im Monat treffen sich die freiwilligen Feuerwehrspezialisten, um ihr Wissen theoretisch und praktisch zu vertiefen.
Diesen Zweck hatte auch die Übung, bei der folgende Fahrzeuge im Einsatz waren: der Gerätewagen Atemschutz (GWAS),
dessen Besatzung als erstes am Einsatzort tätig wird und zum Beispiel die Wetterdaten registriert, erste Messungen vornimmt
und die so genannten „Angriffs- und Rettungstrupps“ mit schwerem Atem- und Chemieschutz ausstattet sowie deren Einsatz
überwacht. Ebenfalls im Einsatz war der Dekontaminationszug, der ehemals ABC-Zug hieß und vor einigen Jahren vom Bund
im Rahmen der Umstrukturierung des Zivilschutzes in die Feuerwehr eingegliedert wurde. Dessen Aufgabe besteht darin, in
kürzester Zeit einen Dekontaminationsplatz (DeKo-Platz) einzurichten, um Einsatzkräfte, Gerettete und Geräte während und
nach dem Einsatz von gefährlichen Giftstoffen zu befreien. Erstmals im Einsatz war dabei ein neues DeKo-Zelt, das sich per
Pressluft innerhalb kurzer Zeit aufstellt. Ohne die Hilfe des Gerätewagens Gefahrstoff (GWG) wäre ein Einsatz nicht denkbar.
Die Spezialisten dieses Fahrzeuges sind ebenfalls mit schweren Atemschutz und entsprechenden Schutzanzügen ausgestattet,
um in genau diesem Fall den „Verletzten“ zu retten, die ausgetretene Flüssigkeit aufzufangen, das Leck mit Spezialwerkzeug
abzudichten und zu verhindern, dass ausgelaufene Giftstoffe in Erdreich oder Kanalisation gelangen. Koordiniert wird der
Einsatz von der Mannschaft des Einsatzleitfahrzeuges (ELW), die die Funkverbindung zu den Gruppenführern und den
örtlichen und überörtlichen Behörden herstellt.
Im Zuge der Neuaufstellung des Zivilschutzes wird dem Gefahrstoffzug in Zukunft eine größere Rolle zukommen. Interessierte
Feuerwehrfrauen und -männer sind jederzeit als Verstärkung des Teams willkommen. Ansprechpartner: Reiner Pint, Telefon
06561/153220 und Jürgen Dunkel, Telefon 06561/3777. rg/uhe